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Bestimmung der Wasserqualität der Brigach 

Die Wasserqualität kann mit Hilfe von Kleinlebewesen bestimmt werden, die auf dem Gewässergrund zwischen Steinen, Wasserpflanzen oder im Kies leben. Diese Tiere werden auch Zeigerorganismen genannt, weil sie anzeigen, wie sauber oder belastet das Wasser ist.

Beim Naturabenteuer für Väter und Ihre Kinder machten wir einen Ausflug an die Brigach. Ausgestattet mit Eimern, Lupenbechern und Bestimmungsschlüsseln machten wir uns auf die Suche nach den kleinen Bachbewohnern. Zu den wichtigsten Kleinlebewesen gehören Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebse, Wasserasseln, Schnecken und verschiedene Würmer. Manche Arten benötigen sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Andere können auch in verschmutzten Gewässern überleben.

Bei einer Untersuchung sammelten die Väter und Ihrer Kinder die Kleinlebewesen und zählten die vorkommenden Arten. Anhand der gefundenen Kleinlebewesen konnte wir feststellen, dass die Brigach eine mittlere Wasserqualität besitzt. Das Vorkommen sowohl empfindlicher als auch weniger empfindlicher Arten deutet auf einen insgesamt mäßig belasteten Zustand des Gewässers hin.

Mit den SchülerInnen und Schülern der 8. Klasse der Dom-Clemente-Schule in Schonach, bestimmten wir die Wasserqualität im „Fröschleweiher“ auf die gleiche Weise. Dort deutete das erhöhte Vorkommen von Egeln auf eine mäßige Wasserqualität hin.

GOOD TO KNOW

Welche Faktoren beeinflussen die Gewässerqualität im Schwarzwald?

Die warme Witterung kann die Wasserqualität in unseren Flüssen und Seen beeinflussen. Mit steigenden Wassertemperaturen löst sich weniger Sauerstoff im Wasser. Dadurch verschlechtern sich die Lebensbedingungen für empfindliche Wasserorganismen, wie Eintagsfliegen- oder Steinfliegenlarven. Die Einleitung von Schadstoffen und Nährstoffen durch Landwirtschaft und den Straßenverkehr sorgen für eine Überversorgung an Nährstoffen und für einen vermehrten Algenwachstum. Sinkt in trockenen Sommern gleichzeitig der Wasserstand werden die eingeleiteten Stoffe weniger verdünnt, was die Gewässerqualität negativ beeinflusst.